Sicher kennen Sie den Ausspruch, dass irgendetwas nicht koscher sei, wenn etwas nicht in Ordnung oder richtig ist. So ist es auch bei Lebensmitteln. In ganz Israel werden Sie oft dem Begriff “Koscher” begegnen – auf Lebensmittelverpackungen, in Restaurants, überall dort, wo es um Lebensmittel geht. Er findet seine Basis im jüdischen Reinheitsgebot, die wiederum auf der Bibel (Torah) beruht. Angefangen hat alles mit Moses. G-tt hatte ihm gesagt, was seinem Volk erlaubt ist zu essen und was nicht.
So haben Juden im Laufe der Jahrhunderte bestimmte Rahmenbedinungen geschaffen, “
um nicht Gefahr zu laufen, eines Seiner Gebote zu brechen”, wie es in einer Broschüre des jüdischen Bildungszentrums Chabad Lubawitsch heißt. Überwacht und zertifiziert werden Lebensmittel und seine Herstellung
von speziellen Rabbinern, die dafür ausgebildet sind. Aber mit ein bisschen Übung, können Sie schon selber einige koschere Speisen finden, auch ohne das Koscher-Siegel. Nach der Bibel darf der Mensch
kein Blut essen, und er darf “das Zicklein nicht in der Milch der Mutter zubereiten”, was Grundlage für die Trennung von milchigen und Fleischspeisen ist.
Koscheres Schlachten ist human, weil die Tiere nur den nötigsten Schmerz erdulden müssen.
Welche Lebensmittel sind koscher?
Grundsätzlich sind
alle frischen Obst- und Gemüsesorten koscher, dazu noch
sämtliche Fruchtsäfte (100% Fruchgehalt) außer Traubensaft. Auch
Mehl, Zucker und Salz sind üblicherweise koscher. Wasser und auch Bier sind ebenfalls uneingeschränkt koscher.
Bei Fischen wird es nur leicht schwieriger: die koscheren
müssen Schuppen und Flossen haben; daher werden diese für den Verkauf an dem Tier belassen. Eines der bekanntesten koscheren Lebensmittel sind
Kellogg’s Produkte, auf der Verpackung finden Sie den entsprechenden Hinweis.
Die Überprüfung, ob eine Speise
koscher ist oder nicht, ist heute schwieriger denn je. Inhaltsstoffe müssen erst ab einer gewissen Menge oder Konzentration benannt werden. In der Lebensmittelherstellung werden rund
2.800 Zusatzstoffe verwendet, viele davon sind fleischlicher Herkunft, manchmal auch von Insekten. So kann die rote Farbe eines Bonbons von
Conchenille-Läusen stammen. Die Emulgatoren in Erdnussbutter, deren Angabe “100% pflanzliches Öl” ein
vegetarisches Produkt suggeriert, enthalten dennoch tierische Fette. Die verzehrten Lebensmittel haben nach jüdischer Tradition nicht nur
Auswirkung auf den Körper, sondern insbesondere auch auf die Seele.
Wie lebt man koscher?
- Fleisch und Milchprodukte nicht zusammen essen.
- Fleisch und Geflügel bei einem koscheren Metzger kaufen.
- Schweinefleisch, Schalentiere und sonstige nichtkoschere Tier vermeiden.
- Folgende Fischsorten sind koscher: Kabaljau, Flunder, Heilbutt, Hering, Makrele, Lachs, Forelle und Karpfen.
- Vorverarbeitete Lebensmittel müssen geprüft sein (koscher).
- Alle frischen Früchte und Gemüsesorten sind koscher.
- Alle Getränke mit 100% Fruchtgehalt (Säfte) sind koscher, außer Traubensaft.
- Ein Rabbiner hilft Ihnen beim Koschern ihrer Küche.