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Autor Thema: Ein Präzedenzfall für Diskriminierung (Law of Return)  (Gelesen 39 mal)
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Sauerstoff
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« am: März 11, 2010, 12:22:49 »

http://www.jpost.com/JewishWorld/JewishNews/Article.aspx?id=170525


'A precedent for discrimination'
By HAVIV RETTIG GUR
09/03/2010 02:54

American Jewish C'tee demands Diaspora consultation on conversion bill.
  
A major American Jewish organization has criticized the Knesset for pushing ahead with key conversion legislation without consulting with Diaspora Jewish communities.

At issue is a bill before the Knesset Law Committee that would ease the official state conversion process by allowing Orthodox municipal rabbis to conduct conversions without resorting to the state conversion courts.

The bill has drawn fire from the haredi United Torah Judaism party, which distrusts many municipal rabbis and opposes a clause in the bill that could remove the ability of conversion court judges to annul past conversions.

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For the American Jewish Committee, however, the concern is different. The organization is protesting the bill’s third clause, which would prevent those who undergo Orthodox conversion in Israel from gaining automatic citizenship under the Law of Return. Instead, such converts would have to go through a naturalization procedure stipulated in the Citizenship Law.

The bill would not affect overseas conversions, even those conducted under the more lenient auspices of the Reform or Conservative movements.

Thus, says the organization, the third clause would create a situation where only Orthodox converts who undergo the process within the official Israeli system would be blocked from automatic Israeli citizenship, while all other converts would not face such a restriction.

In a Sunday letter from the AJC’s president Richard Sideman and executive director David Harris to Law Committee chairman MK David Rotem, the American Jewish leaders called the bill “a precedent for discrimination against distinct categories of Jews.”

The letter also expressed “concern” that “a Knesset committee is preparing to consider significant changes to the Citizenship Law of 1952 – changes that may have a direct impact on the status of Jews who arrived at their Jewish identity through choice and conversion, as did our father Abraham – without broad consultation with the Diaspora.”

While it is not clear who added the clause to the bill, sources familiar with the situation said it was likely the contribution of Interior Ministry officials who were uncomfortable with the existence of an automated path to citizenship – conversion followed by aliya – in which the government had no say.

Sideman and Harris warned that “any such move could have profoundly negative implications for Israel’s relations with the Diaspora, and especially American Jewry. This would be damaging at any time, but still worse at this critical juncture, when Israel needs American Jewry’s support in the face of ominous strategic threats.”

According to Rabbi Seth Farber, head of Itim – an organization that helps prospective converts navigate the Israeli conversion system – the bill “started off in an attempt to provide a partial reform to the chaos that characterizes conversion in Israel.”

But it has undergone several iterations that have introduced problematic elements, including the article that has sparked the ire of the AJC.

Clause 3 “creates an unbelievable irony that someone who converts overseas can make aliya, but someone who converts in Israel can’t,” he said.

“American Jews ought to be concerned, but they shouldn’t be panicked. The bigger panic should be around how the state is still impinging on the authority of overseas communities to perform conversions,” Farber added, a reference to Sephardi Chief Rabbi Shlomo Amar’s efforts to limit the number of overseas Orthodox rabbis permitted to perform conversions.

Diaspora Jews should also be concerned about “the fact that this is endemic of a much broader phenomenon, which is that the State of Israel is wholly unconcerned with conversion as a statement of Jewish identity,” continued Farber. “That is a big problem and should be the concern of Jews all over the world. The state simply refuses to recognize that conversion is a legitimate and appropriate response to the threat of intermarriage.”

Rotem declined to comment, saying he had not yet seen the letter.
 


Übersetzung (tlw. sinngemäß von Sauerstoff)

Ein Präzedenzfall für Diskriminierung

Eine führende amerikanische Organisation hat die Knesset dafür kritisiert, die Frage nach der Übertrittsberechtigung  zu verändern, ohne vorher die Meinung der jüdischen  Gemeinschaften der Diaspora einzuholen.

Streitpunkt  ist eine Gesetzesvorlage an den Gesetzgebungsausschuß der Knesset, das den derzeitigen Konversionsprozeß erleichtern würde, indem den orthodoxen Gemeinderabbinern erlaubt wird, Konvertierungen zu führen, ohne die Offiziellen Konvertierungsgerichte (Batim Din)  aufzusuchen.

Diese Gesetzesvorlage hat den Widerspruch der haredischen  Vereinigten Torah Partei auf sich gezogen, die den vielen Gemeinderabbinern mißtraut und versucht, eine Klausel zu erwirken, die deren Befähigung zu Konversionen entfernen könnte, um damit bereits durchgeführte Konvertierungen zu annullieren.

Warum niemand glücklich mit der gegenwärtigen Version der Konversionsregelung ist
Konversionsregelung  schlägt Schneise  in Gesetzgebung in Hinblick auf die  Einbürgerung


Für das American Jewish Committee ist jedoch die Sorge eine andere. Die Organisation protestiert gegen die dritte Klausel der Gesetzesvorlage, die denjenigen, die sich der orthodoxen Konversion in Israel unterziehen, die automatische Staatsbürgerschaft nach dem Gesetz der Rückkehr zu verwehren. Stattdessen müßten die Konvertierten  ein im Staatsbürgerschafts-Gesetz festgesetztes Einbürgerungsverfahren durchlaufen.

Die Gesetzesvorlage würde Konvertierungen im Ausland nicht betreffen, auch jene nicht, die unter der nachsichtigeren Überwachung  der Reform- oder Konservativen Bewegung durchgeführt wurden.

Die dritte Klausel würde eine Situation schaffen, so die Organisation, in der nur orthodox Konvertierte, die in Israel konvertierten, nicht in den Genuß der automatischen israelischen Staatsbürgerschaft kommen, während alle anderen Konvertierten solch einer Beschränkung nicht gegenüberstehen würden.

In einem Sonntagsbrief vom Präsidenten des AJC, Richard Sideman, und dem verantwortlichen Direktor David Harris an den Vorsitzenden des Gesetzgebungsausschusses, MK (member of Knesset) David Rotem nannten die amerikanischen jüdischen Führer die  Gesetzesvorlage "einen Präzedenzfall für die Ungleichbehandlung (Diskriminierung) verschiedener Gruppen von Juden."

Der Brief drückt gleichzeitig auch die "Sorge" aus, dass "sich ein Knessetausschuß vorbereitet, bedeutende Änderungen am Staatsbürgerschafts-Gesetz von 1952 vorzunehmen, die einen direkten Einfluss auf den Status von Juden haben können, die ihre jüdische Identität durch die Wahl und Konvertierung erreichten, so wie es unser  Vater Abraham tat  - jedoch ohne eine gründliche Beratung mit der Diaspora."

Während es unklar ist, wer diese Klausel zur Gesetzesvorlage hinzufügte, teilten mit der Situation vertraute Quellen mit, dass es wahrscheinlich ist, dass dieser Vorstoß  von offiziellen Stellen innerhalb des Einwanderungsministeriums, die mit der Existenz eines automatisierten Weg in die  Staatsbürgerschaft nicht einverstanden waren, komme, (Konversion mit darauffolgender Aliyah) dass die Regierung dem nicht widersprechen könne.

Sideman und Harris warnten, dass "ein jeder solcher Vorstoß tiefe negative Auswirkungen für die Beziehungen Israels mit der Diaspora und besonders mit dem amerikanischen Judentum haben könnte.“ Dieser könnte sie (die Beziehungen) jederzeit grundlegend zerstören, aber noch schlimmer in kritischen Zeiten sein, wenn Israel die Unterstützung des amerikanischen Judentums angesichts heraufziehenden (politischen) strategischen Drohungen benötigt."

Gemäß Rabbi Seth Farber, Vorsitzender  von Itim - einer Organisation, die Konversionsanwärtern  hilft, das israelische System einer Konversion zu verstehen und zu nutzen – ist die Gesetzesvorlage eine Möglichkeit, "einen Versuch zu unterstützen, teilweise die Verwirrung aufzuheben, die eine Konversion in Israel charakterisiert."

Jedoch haben sich bereits mehrere Begebenheiten ereignet, die zu diesen Problemen geführt haben,  einschließlich dieses Artikels jetzt, der jetzt den Zorn des AJC geweckt hat.

Diese Klausel 3 "schafft eine unglaubliche Ironie, dass jemand, der im Ausland konvertiert ist, Aliya nach Israel machen kann, aber nicht jemand, der sich in Israel der Konversion unterzogen hat“, sagte er.

"Amerikanische Juden sollten (durch diese Begebenheit, d. Übers.) betroffen sein, aber sie sollten nicht in Panik verfallen. Die größere Angst sollte jedermann betreffen, dass der Staat versucht, sich in die Autonomie  der ausländischen  jüdischen Gemeinschaften einzumischen, wie  Konvertierungen durchzuführen seien" so Farber. Diese Regelung erlaube dem sefardischen  Oberrabbiner, Schlomo Amar, die Zahl der konversionsberechtigten ausländischen orthodoxen Rabbiner zu beschränken.

Die  Juden der Diaspora sollten auch "um die Tatsache besorgt sein, dass dies eine viel breitere inländische Erscheinung werden könnte, dass der Staat Israel von der Festsetzung des Status der israelischen Staatsbürgerschaft als eine Behauptung der jüdischen Identität völlig abgehängt wird", setzte Farber fort. "Das ist ein großes Problem und sollte die Sorge von Juden überall auf der Welt sein. Der Staat weigert sich damit einfach anzuerkennen, dass Konvertierung eine legitime und passende Antwort auf die Drohung der Mischehe ist (und eigentlich vom Staat als wünschenswert anzusehen sei, d. Übers.).

Rotem lehnte ein Kommentar ab, er habe den Brief noch nicht gesehen.


Meine Meinung: Hands off vom Law of Return! Sollte die Gesetzesvorlage durchgehen, wird dies auf die Beziehungen zw. Israel und der Galut negative Auswirkungen haben.

Unter folgenden emails kann man PM Netanyahu und in Deutschland den Botschafter des Staates Israel, Yoram ben-Zeev, bitten, der Gesetzesvoralge nicht stattzugeben:

Prime Minister Netanyahu: Prime.Minister'sOffice@it.pmo.gov.il
Botschafter Yoram Ben-Zeev: ambsec@berlin.mfa.gov.il
Gespeichert

Nie und nimmer verhandele mit Terroristen. Bring sie zur Strecke und, noch wichtiger, bestrafe gnadenlos jene Staaten und Gruppen, die sie finanzieren, bewaffnen, unterstützen oder es ihnen einfach erlauben, sich straffrei bei ihnen aufzuhalten. (Meir Kahane)
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